Mittwoch, 14. Januar 2009

Bildungsfreiheit

Bildung steht mir in der heutigen Zeit nicht frei, wenn ich sechs bis 16 Jahre bin.

Bildung ist Selbstbildung. Der Mensch ist darin Subjekt. Der Mensch bildet sich.

Aber: die Bildungspolitik macht den Menschen zum Objekt. Sie zwingt ihm eine Lehrform auf, einen Lehrplan, etc.

Von Freiheit der Bildung kann keine Rede sein, solange ich nicht selbst bestimmen kann, wie und in welchen Dingen ich mich bilde.

Und weil mir nun aber keiner meine Subjektivität nehmen kann, werde ich auch in der Beschränkung der Zwangsschule lernen, nur vielleicht nicht das, von dem viele Menschen meinen, dass es die Intention der ganzen Sache wäre.

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Kommentare:

freiebildung hat gesagt…

Hi Sumpffuss,

Du hast Recht. Irgendwas lernt man in der Schule immer. Ich habe gelernt, abzuschalten, sobald andere mit einem Monolog anfangen.
Wer das heute lernt, muss allerdings fürchten unter Drogen gesetzt zu werden (Ritalin, usw).
Schlimme Sache.

sumpffuss hat gesagt…

Danke für deinen Kommentar, freiebildung :)

Ich meinte immer, mich mit den Maßstäben, welche die Schule an mich legte, messen zu müssen. Ich habe mich von den Bewertungen anderer abhängig gemacht. Und diese Bewertung traf dann mein Ganzes. Wenn also eine Matharbeit schief lief, was nicht oft vor kam, dann war nicht lediglich die Rechnung nicht richtig, dann war meine ganze Person schlecht, der ganze Mensch. Gute Menschen hatten gute Noten. Das bläute sich mir ein. Nicht mehr mit dem Rohrstock sondern durch Worte, Strafpredigten an meine Mitschüler - ja, in der Regel waren nur Jungen betroffen, ich dachte eine ganze Zeit, sie wären von Natur aus die schlechteren Menschen -, außerdem Predigten, Lobe, Belobigungen, Urkunden, Bloßstellungen, etc.

Das ist nur eine Lektion von vielen, die ich gelernt habe.

Ich glaube, Ritalin wäre nicht notwendig, wenn das normierte Beschulen der Kinder und die damit verbundene Lernkontrollabsicht der Erwachsenen wegfielen.