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Mittwoch, 8. August 2018

Spielzeugmuseum

Das Spielzeugmuseum ist eine Oase. Es wird nicht gesprochen und wenn, dann leise, nicht gespielt, nicht gespuckt, auch Schlurfen verbietet sich - die Museumspantoffeln auf dem Marmorboden verführen zum Schlittern, dann heißt es:
F ü ß e  h e b e n . Mit einem Quartsprung von Füße nach unten zu heben, aber bitte nicht singen!

Pass auf auf deinen Tee! Dass du ihn nicht verschüttest.

Der Audioguide führt dich sicher durch die Ausstellung.

In der viele Waffen liegen.

Manches ist harmlos, auch wenn es nicht so aussieht.
Manches sieht harmlos aus.


Du hast deine Kleidung an der Garderobe gelassen, du hörst die Stimme deines virtuellen Führers, du trägst die Pantoffeln an den Füßen, das heißt, es gibt kein Zurück. Du hörst dein Handy aus der Jackentasche rufen? Umkehren ist keine Option. Wenn du immer auf der roten Linie läufst, darfst du deine Arme zu den Seiten ausstrecken und wirst merken, dass du mit deinen kleinen Händchen an deinen viel zu kurzen Ärmchen nichts anfassen kannst.

Auch sind die Museumsräume so gestaltet, dass dich nichts berührt, dass der Museumsbesucher nicht verführt wird, dass es ihn nicht ergreift. Das älteste Ausstellungsstück liegt sicher verwahrt unter Glas auf schwarzem Samt.

Das Spielzeug im Museum ist nicht zum Spielen da.

Einfacher Ball aus Stein. Sicher unter Glas.
Das Spielzeugmuseum beherbergt das Spielzeug, das immer nur andere Kinder haben
und es kann dich den Umgang mit diesem und anderem Spielzeug lehren, ohne dass Anfassen vonnöten ist.

Ein Teil davon ist ausgespielt. Ausgespielt ist der Fachbegriff für zuendegespielt, genugbespielt, uninteressant. Fachbegriffe erklärt dir der Audioguide.
Die ausgespielten Museumsstücke fesseln durch ihre Spielhistorie. Der Audioguide erzählt euch von dem Raub der schönen Barbie Helena auf Track 9. Viele Leute finden das spannend. Die Herkunft der Fingerabdrücke auf dem steinzeitlichen Ball von außerterestrischen Lebensformen gilt als gesichert. Spuren einer Kriminalgeschichte. Das Museum bewahrt sie.

Das Spielzeugmuseum versteht sich als Schutzraum in vielerlei Hinsicht. Auch Spielen gehört in einen gesicherten Bereich. Das Spielzeugmuseum leistet seinen Beitrag und schützt Spielzeug. Die wertvollsten Stücke unserer Dauerausstellung sind mitten im Spielgeschehen geborgen worden, noch bevor sie ihren Reiz durch Ausspielung verloren hatten oder der Überspielung erlagen.
Bei diesen Stücken verbietet sich das Weiterspielen von selbst.

Einige wenige Spielzeuge wurden uns gebracht. Es gibt Spielzeuge, die gehören aus dem Verkehr gezogen, weil man sich oder andere damit verletzen kann. Solche Spielzeuge wurden uns gebracht und hier im Schutz des Museums, gesichert in den Vitrinen, könnt Ihr euch all diese Dinge ansehen.
Das Spielzeugmuseum beherbergt das Spielzeug, das immer nur andere Kinder haben.

Ich bin nicht die Direktorin des Museums. Ich stehe nur hinter euch und passe auf, dass Ihr die rote Linie nicht verlasst. Ab und zu stoße ich einen Zischlaut aus, das darf euch aber nicht erschrecken. Auf einem Schild an meiner Brust steht Security, ich trage sogar eine Dienstmütze. Als Kind habe ich Polizist gespielt, jetzt ist es ein Job. Oft stöpsel ich mir selbst den Audioguide in die Ohren, um die Kinder nicht zu hören, die meine Zischlaute überhören. Mein Lieblingsort ist neben der Vitrine mit dem Bumerang.


ich habe Sehnsucht, mit einem Bumerang zu spielen

Der Geist formt sich am Schönen.

aktuell. Summerhill im Netz

Aktualisierung zu dem Artikel Summerhill im Netz

seit 1921. Das klingt nach Tradition. Den Bildband "Schüler in Summerhill" von Joshua Popenoe gibt es nur noch im Antiquariat. Aber Summerhill ist alles andere als eine Konservendose.

Neu im Netz ist die Arbeit von Marie-Therese Hattendorf, zu finden auf http://www.matheha.net/DemEd/ , dort dem Link "Bachelorarbeit" folgen und dann nocheinmal dem Link folgen, der den Begriff Bachelorarbeit im Namen trägt. Der Direktlink ist:
http://www.matheha.net/DemEd/Bachelorarbeit/Bachelorarbeit_754254_Hattendorf.pdf

Literatur:

Hattendorf, Marie-Therese (2017) Das Selbstverständnis Demokratischer Schulen der aktuellen Democratic-Education-Bewegung. Universität Potsdam.
zu finden auf www.matheha.net (Stand 08.08.2018)

Popenoe, Joshua (1971) Schüler in Summerhill. Hamburg.
Originalausgabe (1970) Inside Summerhill. New York.

Dienstag, 10. Oktober 2017

kleine geschichte

Es war einmal ein Kind, das fragte einen Mann, an wen es sich wenden könne.
Ich bin der Richtige, sagte der Mann und fragte das Kind, was es von ihm wissen wolle.
Das Kind wollte nichts wissen. Es wollte an ein Buch, das ganz oben, unter der Decke im Regal stand. Bis da hinauf reichte das Kind selbst mit einem Stuhl nicht. Der Mann schaute hoch, auch er musste den Kopf in den Nacken legen, um bis hinauf zu sehen, und las den Titel auf dem Buchrücken.
Das Buch, meinte er, solle besser ganz oben stehen bleiben. Es sei für Kinder nicht geeignet. Morgen könne man ja mal in eine Bibliothek gehen und Kinderbücher aussuchen.
Das Kind wusste nun, dass es den Falschen angesprochen hatte.  Es wurde ausgesprochen wütend.
So gefällst du mir nicht, sagte der Mann, und das Kind dachte, dass er das sagen musste, weil die Erwachsenen, die es kannte, nun mal so waren. Je näher sie dem Kind standen, desto weniger konnten sie seine Wut dulden. Das Kind schluckte den Teil der Wut, den es noch nicht veräußert hatte, hinunter.
Am nächsten Tag konnte es nicht mitgehen in die Bibliothek mit den Büchern für Kinder. Es hatte Halsschmerzen und lag mit heißem Kopf im Bett. Der Mann brachte dann dem Kind ein schönes Buch mit, das er genau richtig für das Kind in seiner Lage hielt. Es war ein Buch über ein krankes Kind, das auch das Bett hüten musste.

Dienstag, 16. Mai 2017

Unvollständige Liste Demokratischer Schulen in Deutschland


Die Liste ist in Arbeit.
Bitte schreibt mir, wenn Ihr eine Demokratische Schule in Deutschland kennt, die noch in der Liste fehlt.

Auf den Seiten der EUDEC (European Democratic Education Community) findet man alle Schulen, die Mitglied der EUDEC sind unter folgendem Link: https://www.eudec.org/Member+Schools Ich habe dort 17 deutsche Schulen gezählt (Stand 17.10.2017). Die Mitgliedschaft in der EUDEC sagt nichts über die demokratischen Strukturen der jeweiligen Schule aus.

Der Bundesverband der Freien Alternativschulen e.V. (BFAS) hat ein Adressverzeichnis aller im BFAS organisierten Freien Schulen: http://www.freie-alternativschulen.de/index.php/startseite/adressen/schulen

Berlin

Demokratische Schule X

http://www.demokratische-schule-x.de/

Netzwerk-Schule

http://schule.netzwerkspielkultur.de/

Ting-Schule


Düsseldorf

Demokratische Schule Düsseldorf

in Gründung

Freiburg

Kapriole | Freie demokratische Schule

Hamburg

Neue Schule Hamburg

INFINITA

Leipzig

Freie Schule Leipzig

http://www.freie-schule-leipzig.de/die-schule/

Stuttgart

PIEKS

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Schnipsel



Dieses Bild könnte

Erste Schritte auf Gimp

oder

Eine ganz schlechte Fälschung, um zu beweisen, wer angefangen hat

oder

Der Mond ist aufgegangen, die Bäume malen Krikelkrakel

heißen.

Montag, 27. Oktober 2014

Lektion 1

Eines Tages überrumpelte mich meine Klassenlehrerin, indem sie sich als Pionier_ - wie soll ich sagen - Pionieranführerin meiner Klasse outete. Ab da hielt sie frühmorgens die Hand zum Zeichen an die Stirn, sagte den Befehl  - ein Befehl wie eine Frage, und forderte mich und alle anderen Kinder heraus, die einzig richtige Antwort zu schmettern. Dazu legte ich ich die Hand mit der Daumenkante an meine Stirn und alle taten es gleich, ich tat es so wie alle.

Ein Spiel, ein Wortspiel, ein Soldatenspiel. Nur war es gar kein Spiel. Der Kontext sollte sich mit jedem Tag mehr und mehr füllen. Abgerissene Sätze, Befehl und Antwort zwar, aber. Zu was würde ich bereit sein, wenn es soweit wäre?

Ich hatte einfach nur Glück.

Heute gibt es immernoch Erstklässler und Klassenlehrerinnen und Schultage, die mit der ersten Stunde beginnen. Aber es ist nicht mehr üblich, dass die Lehrerin ihre Kinder zu Pionieren macht. Es ist nicht üblich, deshalb macht es wohl keiner mehr.

Vieles wurde von einem auf den anderen Tag unüblich.
Keine Appelle mehr von heute auf morgen. Der letzte Fahnenappell, der noch stattgefunden hatte, wurde einfach vergessen. Darüber gab es keine Worte zu verlieren.
Und dennoch wäre es schön gewesen.
Wenn an diesem anderen Tag die Schuldirektorin statt keines Appells die erste Versammlung für Schüler und Lehrpersonal einberufen hätte. Um sich zu entschuldigen. Um alle Kinder um Verzeihung zu bitten.

Es ist lediglich nicht mehr üblich, Pioniergruß und so Sachen, und deshalb wohl macht es keiner mehr. Sonst wäre es nicht zu verstehen, dass es an jenem anderen Tag keine Entschuldigung gab.


Samstag, 9. November 2013

Vorurteile über Spatzen

Thementee: Haussperling. Vorurteile abbauen.

Der Goldrand ist ein Hingucker.

Obwohl die Hausbaurate gefühlt gleichbleibend hoch ist, geht die Populationsdichte des Haussperlings in vielen Siedlungsgebieten zurück. "In vielen Städten nehmen Haussperlinge neuerdings dramatisch ab." (Bezzel, S.492) Das ist schade, weil damit Projektionsfläche verloren geht.


Der graue Spatz, der laute Spatz, der schimpfende Spatz, auf den man mit Kanonen nicht schießen soll. Der Wenigesser! Rosinenfresser? Sein Gehirn ist nicht größer als er selbst, nicht größer sogar als das Innere seines Spatzenschädels! Noch dazu soll er geschwätzig sein, obwohl er gar nicht viel sagen kann, der Dreckspatz.

Der Haussperling war mein erster Vogel
und wenn ich gefragt wurde, als welches Tier ich wiedergeboren werden wollte, dann sagte ich, als Vogel, und fügte schnell hinzu, aber nicht als Spatz.

Ich wusste nicht, dass es Ornithologen sind, die sich mit Spatzen beschäftigen, ich dachte, es müssten Pädagogen sein. Vogelkundler interessieren sich nur für "richtige Vögel". Pädagogen nehmen sich, da sie den Spatz nicht zähmen können, der Kinder an und halten ihnen einen Spatz als schlechtes Vorbild vor Augen.


So wollte ich nicht werden, so wie der Spatz. So ungeputzt, so grau, dass man ihn im Straßendreck übersieht, so leichtsinnig mit einem so liederlichen Nest, so vorlaut und so ... so, so unauffällig.

Das auffälligste Merkmal eines Spatzes ist seine Unauffälligkeit.
Könnte man meinen.
Vor hochwertigem Geschirr aus Porzellan ist der Hausspatz gut zu sehen, aber in seinem natürlichen Lebensraum zwischen Geländern, vor Häuserfassaden, unter Stehimbisstischen oder neben Bordsteinkanten verschwindet er geradezu. Trotzdem kommt er im Foto-Kalender über gut getarnte Tiere nicht vor. Was nicht ausdrücklich gegen seine Unauffälligkeit spricht, ganz deutlich aber für seine Bedeutungslosigkeit.


B e d e u t u n g s l o s i g k e i t, das ist ein wunder Punkt.
So ergattert der Spatz unversehens wichtige Nebenrollen in Geschichten. Beispiel hierfür ist das mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Bilderbuch Leberecht am schiefen Fenster. Dem Erzähler Peter Hacks gefällt die Geschichte selber nicht. Als Sperling flattert der Spatz in den Streit um eine Taschenuhr. Für kurze Zeit, solange wie ein Schlagabtausch zwischen einem Spatz und einer Katze dauert, hält er das Streitobjekt im Schnabel.  Mit weißbestrumpften Beinen und einer Maske im Gesicht ist er aufwendig kostümiert, die Füße sogar in schwarzen Schuhen mit Absatz. Die Illustration macht sichtbar, wie wir ständig unverhohlen unsere menschlichen Unzulänglichkeiten auf ein unschuldiges Tier übertragen. Wir überlassen dem Spatz, der immer das letzte Wort haben will, das letzte Wort, und wenden uns, solchem überlegen, Wichtigerem zu.

"Singt überall"
Cover der ersten Single
datiert auf Ende 1970, frühe 80er
"Kackt auf meine Heimatkunde ..." (G. Saalmann, Der Stundenvogel in Hilzheimer, S.21)
Verschwiegen haben sie uns, dass er ein Singvogel ist. In Heimatkunde, 45 min lang, wenigstens zweimal die Woche. Dabei hätte der Spatz auch fürs Singen als schlechtes Vorbild standherhalten können - und tut er ja irgendwie schon auch. Nur dass es nicht heißt, "Du singst ja wie ein Spatz." Es heißt, der Haussperling schilpe, beherrsche aber auch ein weiches "wäd", ein lautes "tetete" und reine "dü dü dü"s (vgl. Bezzel, S.492).

Jeder Ton zählt, denkt man sich nun,

was die Spatzen aber eigentlich zu der Gruppe der Eigentlichen Singvögel zählen lässt, ist ein anatomisches Merkmal, nämlich die Anzahl und der Ansatz der Muskeln des Stimmapparates. (vgl. Austin, S.9)

Wenn man ganz nah ran geht, sind die Spatzen mit bloßem Auge im Gesträuch zu erkennen.
Ich finde an Spatzen bemerkenswert, wie sie ein Gestrüpp oder Geäst zum Reden bringen können. Ihre Verlautbarungen, die dem Spatz als Geschwätzigkeit angelastet werden, und ihre Unauffälligkeit ergänzen sich hierbei in hervorragender Weise. Auf blattlosen Zweigen verblasst vor tristem Himmel selbst ein ganzer Schwarm, mit den Augen finde ich nicht die Quelle des Geräuschs, und dann scheint es, als lärme der Strauch, das Gestrüpp, wie auch immer.

Ganz anders der Feldsperling
Gegen Ende der Teezeit, als die Tauben die Spatzen bereits verdrängt haben, merke ich, dass noch alle Vorurteile da sind. Die Spatzen mochten nicht meinen Grünen Tee, haben nur von dem Müsli genommen und sich gezankt, haben sich danach in den Dreck gesetzt oder sind andernorts mit ihrem städtischen Hintergrund verschmolzen bis zur Unsichtbarkeit.

Quellen:

Peter Hacks, G. Ruth Mossner (1983) Leberecht am schiefen Fenster. Kinderbuchverlag Berlin; Neuauflage 1994, Middelhauve München
Hannelore Hilzheimer (Gedichtauswahl), Jutta Mirtschin (Bilder) (1983) Kinderbuchverlag Berlin


Oliver L. Austin (englisch 1961, dt. Nachfassung 1971) Knaurs Singvögel der Welt. München/Zürich
Einhard Bezzel (2006) BLV Handbuch Vögel. München
Adolf Portmann (1984) Vom Wunder des Vogellebens. München


Sonntag, 27. Februar 2011

Wortfund wegen unerzogen und so

Teil 1

Der Fund

U n p a r e n t i n g. Klingt ähnlich wie unschooling, klingt vollkommen anders als Attatchment Parenting und irgendwie ein bisschen wie unerzogen, wenn ich mir den Fundort genauer ansehe. Und dann wieder auch nicht, gar nicht!

Ich suche gleich noch mal mit einer Suchmaschine (virtuelles Werkzeug im Cyberspace) und muss feststellen, dass ich aller Orten in englischsprachigen Foren und Blogs einen ähnlichen Fund hätte machen können: unparenting.

Manchmal benutzt man ja verschiedene Worte und meint das Gleiche. Oft sind es aber dieselben Worte, mit denen man Verschiedenes meint. Beides läuft aufs Gleiche hinaus, oder?

Für die Übersetzerin Ingrid Müller kommen zwei Übersetzungen in Frage. Nicht-Erziehung und Ent-Elterung. Müller benutzt die Schreibweisen, wie sie hier stehen. Sie entscheidet sich nach genauem Studium des Fundorts, dass mit unparenting die Ent-Elterung gemeint sein müsse. Das Problem an beiden Übersetzungsvorschlägen ist, dass sie selbst auch wieder der Übersetzung bedürfen. Den Begriff Nicht-Erziehung ins Verständnis zu setzen oder den der Ent-Elterung geht doch sicher nicht, ohne einen Grundsatzstreit auszulösen. Das Verständnis der Übersetzerin von ihren eigenen Begriffen ist für mich nicht unerheblich, das dazu geführt hat, die Ent-Elterung der Nicht-Erziehung als angemessenere Übersetzung vorzuziehen.

Der Fundort

Die Ausgrabungsstätte ist ziemlich jung, ein Beitrag aus der Zeitschrift Gestaltkritik, Heft 01/2010, konserviert im online-Archiv derselben Zeitschrift, der Fund selbst lässt sich aber auf ein Mindestalter von 35 Jahren schätzen. Barry Stevens veröffentlichte ihren Artikel, der in der deutschen Übersetzung von Ingrid Müller Ent-Elterung, Reflexionen einer Mutter überschrieben ist, das erste Mal in den USA 1976/77. Sein Erscheinen in Gestaltkritik 2010 ist die erste deutsche Veröffentlichung.

Eigentlich, möchte man meinen, liefert der Fundort die Beschreibung des Fundes gleich mit. So als stieße ein Archäologe auf einen Stein mit der Beschriftung „Faustkeil“. Wobei eine solche Beschriftung ihrerseits Rätsel aufgäbe. Mit dem Zeitschriftartikel verhält es sich sogar ähnlich.

Vom Finden des Ortes

Archäologen suchen in der Regel nach etwas Bestimmten. So auch ich. Ich hatte ganz gezielt im online-Archiv der Zeitschrift Gestaltkritik nach Beiträgen über Erziehung gegraben, nachdem ich von Perls Paradox der Veränderung gelesen hatte. Fritz Salomon Perls (1893-1970) sagt, der Klient in der Gestalttherapie müsse erst der werden, der er ist, um den Schritt der Veränderung gehen zu können. Ausgerechnet der Klient, der in die Therapie gekommen ist, weil er sich verändern möchte. Der sich wahrscheinlich selbst mit Vorwürfen traktiert, weil er es noch nicht geschafft hat, ein Anderer zu werden. Ebenso mag er sich vielleicht geißeln, dass er zu wenig Selbst sei.

"Der Gestalttherapeut verweigert die Rolle des 'Veränderers', weil seine Strategie darin besteht, den Klienten zu ermutigen, ja sogar darauf zu bestehen, daß er sein möge, wie und was er ist." (Beisser) (1)

Ich dachte mir, wenn „die“ Gestalttherapeuten sich auf Perls berufen, müssten sie dann nicht auch Antipädagogen sein?

Ende des 1. Teils, Teil 2 ist schon halb geschrieben und folgt in Bälde

Quellen:

(1)Arnold R. Beisser (1998) Gestalttherapie und das Paradox der Veränderung. In: Gestaltkritik. Heft 01/1998, im online-Archiv abrufbar unter http://www.gestalt.de/beisser_paradox.html

Barry Stevens, dt. Übersetzung von Ingrid Müller (amerikanische Erstveröffentlichung 1976/77, dt. Erstveröffentlichung 2010) Ent-Elterung, Reflexionen einer Mutter. In: Gestaltkritik. Heft 01/2010, im online-Archiv abrufbar unter http://www.gestalt.de/stevens_ent-elterung.html (Stand 02/2011)

Dienstag, 12. Oktober 2010

Rekord

Der kleinste Kohlrabi in meiner näheren Umgebung ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Er wurde in einem Schulgarten großgezogen, ein Umstand, der das Label Pädagogik rechtfertigt. Die Ratte im Bild soll eine Maus sein. Sie dient nur dem Größenvergleich und wurde nach dem Take gemäß § 17 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz bekämpft.


Weniger Rohkost und mehr Sinn im nächsten Blogbeitrag ab November im Kino.

Donnerstag, 16. September 2010

Sprachlos

Interview mit einer Prinzessin, die stumm ist.
Mein Interview, das ich heute mit Euch führen werde, handelt um die Liebe. Prinzen und Prinzessinnen lieben sich, so ist das im Märchen, sie sind Paare auf ewig. Wenn sie nicht gestorben sind. Mit Euch habe ich eine Prinzessin gefunden, die noch lebt. Was sagt Ihr zum Prinzessinnendasein im Allgemeinen und als Frau an der Seite Eures Gemahls im Besonderen?
Nun, ich gehe gleich zur nächsten Frage über, ganz konkret, es heißt, Sie würden Ihren Prinzen nicht küssen, manche behaupten scherzhaft, aus Angst, er könne ein Frosch werden, böse Zungen sagen, aus Furcht, Ihr selbst würdet Euch in eine Kröte zurückverwandeln, wenn Ihr küssen tätet.
Aber mal ehrlich, in welchem Märchen, das von Prinzen und Prinzessinnen handelt, fehlt der Kuss? Doch wohl nirgendwo.
Der Kuss ist der Schlüssel zur Liebe! Liebt Ihr Euren Gemahl?
Wie auch immer, eine andere Frage, die ich für Euch vorbereitet habe, ist die nach Eurer Rapunzelkrankheit.
Zuvor aber, ich höre, Ihr sprecht kein Wort. Niemandem ist klar, warum Ihr nicht sprechen könnt, nicht einmal Ihr selbst erklärt es uns. Wenn Ihr uns den Grund nicht nennt, dann gibt es ihn wohl nicht, schlussfolgere ich logisch. Würdet Ihr mir dennoch eine Frage beantworten?
Warum geht Ihr hinauf in das einzige Zimmer vom Turm unter dem Dach und harrt dort lange, lange aus? Ich stehe hier unter Eurem Fenster, natürlich könnte ich auch die Treppe zu Euch hinaufsteigen, aber unabhängig davon, was macht Euch rapunzeln?
Ihr werdet nicht mit der Sprache herausrücken, dann frage ich anders. Es müsste Euch möglich sein, die Treppe im Turm zum Hinabsteigen zu benutzen, darum:
Erfindet Ihr Eure Krankheit selbst?
Welchen Einfluss hat Euer Gemahl auf Euren Willen zu sprechen, den Turm zu verlassen und zu küssen? Er rief im ganzen Land die Drohung aus, Euch aufgrund Eurer erfundenen Krankheit, Eures Schweigens und Eurer Abstinenz aus dem Schloss zu werfen. Euer Schweigen könnte Taubheit sein, Eure Abstinenz fehlendes Verlangen und das wiederum die Abwesenheit von Liebe, und einer Frau zuzusehen, wie sie rapunzelt und rapunzelt, gleichwohl es eine Treppe und einen Außenlift gibt, das hält ein Liebender im Leben nicht aus.
Eine letzte Frage. Wenn es kein Vor und Zurück mehr gibt, wollt Ihr Euch dann aus dem Fenster stürzen?

Mehr Antworten im nächsten Interview, dann mit der Fee. Soviel schon jetzt, die Headline: Prinzessin steigt vom Turm - Hofstaat flieht.

Samstag, 3. April 2010

Bastelanleitung

Für April gibt es eine Bastelanleitung. Label: Pädagogik. Eine bemerkenswerte Denkrichtung, die der gelangweilte Leser und auch die Frau gerne ausblenden kann. Eine Bastelanleitung mit Bild selbstverständlich.
Was basteln wir heute?


Einen Hula-hoop aus Gartenschlauch.

Fangen wir ganz einfach an mit dem Kreisumfang. Wir wollen ja einen Kreis, innerhalb dessen wir uns bewegen können. Den eigenen Körperumfang messen wir ganz einfach mit dem Maßband und teilen ihn gerne mit. Ich freue mich auf Ihre Zuschriften. Den Umfang des Reifens allerdings können wir noch nicht wissen. Dazu gibt es einfache Formeln, die im Internet noch viel einfacher erklärt werden. Zum Beispiel hier und hier und hier. Hat man sich den Kreisumfang berechnet und zum Beispiel bei einer Reifenhöhe von 150 cm herausgefunden, dass man 4,712389 Meter Gartenschlauch benötigt, wird die Sache komplizierter. Aber nur kurz. Man schneidet möglichst nicht vom eigenen Gartenschlauch 4,712389 Meter ab. Wir benötigen nur Schlauch, den Sprühkopf kann der Gartennachbar behalten. Eventuell noch von Nutzen ist eine Gartenschlauchkupplung. Die Besorgung des Schlauchstücks geht nach Möglichkeit schnell vonstatten.Wir stehen nun wieder auf dem eigenen Grundstück oder in der Mietwohnung mit dem Stück Schlauch. Wir biegen den Schlauch zu einem Kreis. Dabei wird die Länge (4,712389m) zum Umfang. Ganz einfach. Nun gilt es, die zwei Schlauchenden zu verbinden. Wir werden feststellen, dass sich eine herkömmliche Gartenschlauch Klick Kupplung nicht eignet. Der Reifen wäre dann nicht durchgehend glatt. Deshalb besorgen wir uns einen handelsüblichen Hula Hoop Reifen aus stabilem Plastik, dessen Plastikrohrdurchmesser dünner ist als der Schlauchdurchmesser. Aus dem Hula Hoop Reifen sägen wir ein etwa 6cm langes Stück raus. Unser Gartenschlauch erhält nun eine Steckverbinung, indem wir das 6cm lange Plastikrohrstück zu Hälfte in das eine Ende des Schlauchs hineinstecken und das andere Ende des Schlauchs auf das hervorstehende Teilstück aufstecken. Fertig ist der Reifen. Wir können ihn nun noch mit farbigem Gappertape verschönern.


Zuletzt ein paar praktische Tips: Auch Menschen mit 104cm Körpergröße können mit Reifen von hohem Kreisumfang gut klarkommen. Es braucht für eine geringe Körpergröße keine kleineren Reifen. Mit größeren Reifen gelingt das Hula Hoop leichter. Das Gappertape dient auch zum Schutz des Schlauchgummis. Deshalb kann das Tape anders als in der Abbildung ruhig lückenlos um den Schlauch geklebt werden. Große Reifen in engen Wohnungen sind unpraktisch.

Aufzählung 1: Durchmesser und Kreisumfänge
  • 160cm/5,0265482m
  • 165cm/5,1836279m
  • 175cm/5,4977871m
  • 200cm/6,2831853m

Dienstag, 2. März 2010

Ich will heute nicht in die Schule und morgen auch nicht

Ich will heute nicht in die Schule und morgen auch nicht.

Aber das geht mal; Soll das dann immer so weitergehen? 

Ich will heute einfach nicht und morgen will ich auch noch zu Hause bleiben.

Was willst du denn dann machen?

Einen Steg bauen.

Aber du kannst doch nicht immer nur einen Steg bauen. Du musst doch auch wieder in die Schule gehen!

Übermorgen gehe ich doch schon dahin.

Aber woher willst du denn wissen, dass du nicht morgen schon wieder gehst?

Ich weiß, dass ich morgen nicht will.

Geht es denn danach, was du willst? Schickt deine Mama dich nicht?

Ich darf machen, was ich will.

Wer hat denn bei euch die Hosen an?

Das Gerede ginge noch ungefähr so weiter, wäre nicht diese entscheidende Frage gestellt worden.

Das Mädchen sagte, es trüge viel lieber Kleider und wüsste gar nicht, ob im Kleiderschrank der Mutter überhaupt ein einziger Rock zu finden sei. Ach, doch, einmal könne es seine Mutter auch im Kleid erinnern, im Sommer an einem sehr heißen Tag am See. Also muss es zumindest dieses eine Kleid geben, wenn ... Die Fragende hatte Mühe, das Mädchen zu unterbrechen und das Missverständnis aufzuklären.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Learn Nothing Day

Schulen machen viel her, um die Leute glauben zu machen, da, in diesem viereckigen Schulgebäude passiere etwas, werde Wissen gemehrt, werden Menschen gebildet. Sie beziehen große Gebäude und geben sich die Namen berühmter Menschen. Ausgeklügelte Didaktiken, aufwendig zusammengeschusterte Lehrbücher und Arbeitsmaterial, das sich vielfältig gibt, gaukeln Schülernähe (Menschennähe?) vor, denn es gibt ja mehrere Wege des Lernens. Auch die Schule hat inzwischen von visuellen, haptischen und auditiven Typen gehört und kommt ihren Schützlingen entgegen. Nur muss sie darauf bestehen, dass jeglicher Weg durch ihre Pforten führt. Bildung setzt Lernen voraus und Lernen, wird den Menschen hierzulande weisgemacht, ist ein Vorgang, der bei der heutigen Fülle und Komplexität des gesammelten Wissens der Menschheit nicht in freier Natur stattfinden kann, nicht dem Lauf der Dinge überlassen werden sollte, ein Vorgang, der des Antriebs durch andere bedarf, und ein Vorgang, der unweigerlich an Unterrichtung geknüpft ist. Und noch während die Schule die Komplexität und Umfassenheit der Allgemeinbildung beteuert, zwängt sie Lernen und das, was wir darunter verstehen sollen, in eine Dimension. Lernen ist das, was in Schulen geschieht. Lernen ist das, was für Schulen geschieht. Gelernt wird auf ein Ziel hin. In der Regel handelt es sich um Auswendiglernen oder um das Erlernen einzelner abprüfbarer Fähigkeiten.

Sandra Dodd hat den Learn Nothing Day ins Leben gerufen. Den Tag, an dem alle, die ihn feiern, nichts lernen brauchen, sollen, dürfen? Na wenigstens können sie es ja mal versuchen. In diesem Jahr am 24. Juli. Es ist ein Freitag, der zumindest in Brandenburg sowieso in den Ferien liegt.

People learn by playing, thinking and amazing themselves. They learn while they're laughing at something surprising, and they learn while they're wondering "What the heck is this!?" (Sandra Dodd)

Leute lernen, indem sie spielen, denken und sich begeistern. Sie lernen, während sie über etwas Überraschendes lachen, und sie lernen, während sie sich grad wundern, "Was zum Teufel ist das!?"
(meine Übersetzung)

Der Learn Nothing Day ist im Grunde der Feiertag der Unschoolbewegung. Weil man nicht nichts lernen kann und das kann dieser Tag zeigen. Versuche mal, nichts zu lernen. Nichts!

Ich begreife Lernen als ein dem Menschen tief verwurzeltes Bedürfnis und als einen immerwährenden Prozess. Verschultes Lernen macht den Eindruck, der Prozess hätte ein festgesetztes Ende, nähmlich dann, wenn wir uns richtig verhalten, wenn wir nämlich nicht mehr mit h schreiben, wenn wir Schwimmen können und wissen, wie lang der Nil ist. Ein Blick auf Kinder, die (noch) nicht zur Schule gehen zeigt ein ganz anderes Lernen. Beobachtet werden kann nur ein Geschehen, meist das Spiel, und als Ergebnisse können die Forscher eigentlich nur Dinge notieren, die sie selber schon wissen und erwarten. Kann laufen, sieht einen Zusammenhang zwischen Schalter und Deckenbeleuchtung, kennt den Vornamen von Oma. Aber wenn ein Kind uns sagt, es wisse, was das Meer ist, dann weiß ich noch lange nicht, was es selbst vom Meer weiß. Wie ist es dem Meer zum ersten Mal begegnet? Hat es das Wasser bisher nur vom Ufer gesehen oder war es mal so weit auf dem Wasser, dass ringsum kein Land mehr war? Welches Meer hat es gesehen, welchen Strand, ist es geschwommen, hat es Fisch gegessen und Wasser geschluckt? Es gäbe der Fragen noch viel mehr und auch Fragen, die ich gar nicht kenne. Lernen ist einfach viel zu komplex, als dass man es in eine Schule stecken kann. Darum habe ich in der Schule auch ganz andere Dinge gelernt, die in keinster Weise zu dem gehören, was Schule vermitteln will.
Zurück zum Blick auf das Kind.
Spiel ist eine, wenn nicht sogar die zentrale Form des Lernens. Jedes Spiel enthält mindestens eine unbekannte Variable. Eine Variable, die dem Zufall überlassen ist - im Rollenspiel der Willkür der Spieler, im Regelspiel dem Würfel oder dem Geschick der Mitspielerinnen. Mindestens das Ergebnis bleibt offen oder mein Eindruck. Wenn ich Schlitten fahre immer wieder auf der selben Bahn, so nenne ich das auch Spiel, und hier ist es der Nervenkitzel, das Auskosten eines Gefühls, von dem ich mich überraschen lasse. Wenn mich nichts mehr überraschen kann, suche ich mir ein neues Vergnügen, baue den Schlitten um, ändere meine Bahn, wechsle den Schlitten gegen Skier aus. Im Spiel gibt es selten wirkliche Fehler (Bsp. Skiunfall). Dafür aber Möglichkeiten. Ich probiere Möglichkeiten aus, ich probiere mich in Möglichkeiten aus. Ich such die Möglichkeiten. Aus diesem Ausprobieren und nicht Festgelegtsein erwächst Anpassungsfähigkeit. Anpassung ist eine Strategie zum Überleben. Und die Offenheit, die dem Spiel wie dem Lernen eigen ist, lässt neue Möglichkeiten zu, vorher unbekannte Problemlösungen und Veränderung. Menschen überleben in ihrer Umwelt nicht nur, indem sie sich anpassen. Sie verändern auch und machen sich die Dinge passend (Bsp. Hausbau).
Es scheint also wichtig, dass Menschen sich nicht schon früh in ihrem Leben festlegen (lassen) müssen und die Dinge so tun, wie sie sie sie tun. Nämlich unvollkommen.

Hier könnt Ihr feiern und euch im Nichtlernen probieren:
Learn Nothing Day via unerzogen
Sachsen/Anhalt liegt nicht hinter dem Mond

Freitag, 19. Juni 2009

Maßnahme zur Sinngebung Teil I

Als wir im Biologieunterricht das Auge gelehrt bekamen, ging es zum einen um den anatomischen Aufbau dieses Sehorgans, dann um Optik und um die Nervenzellen - ich erinnere mich noch an Zapfen und Stäbchen. Die Haut bekamen wir in etwa ähnlich gelehrt: Aufbau, Funktion und Funktionsweise. Gleiche Verfahrensweise beim Ohr. So stand jedes Organ für sich. Und das blieb auch so, als uns die Reizleitung und Reizverarbeitung gelehrt wurde.
War die Welt hinterher schlauer, wenigstens potentiell schlauer, weil auf 25 Festplatten der selbe Lehrstoff geladen wurde? Datei öffnen mit ... Womit? Fühlkästen für den Tastsinn, Wackelbretter für den Nervus vestibularis, Duftmemory für die Riechsinneszellen und Klangmemory für die Chochlea. Und Schulspeisung für die Geschmacksrezeptoren und das Verbot, im Unterricht aus demFenster zu sehen. Das macht pädagogisch Sinn. Bildungseinrichtungen der aufgeführten Art sprechen einzelne Sinnesorgane gezielt an und das Wahrnehmungsvermögen möge sich daran bilden. Dadurch wiederum bildet sich das Individuum, so der Glaube.

Lernen mit allen Sinnen ist ein Verkaufsschlager. Sinneszellen werden wie Muskeln trainiert. Wackelbretter und Fühlkästen und Riechmemorys sind postmodern und liegen also voll im Trend. Das Kind wird aus dem Buddelkasten gehoben und an eine Schulbank gesetzt und zum Pauken verdonnert, bis die lieben Erwachsenen darauf kommen, dass diese Art Lernen die Sinne vernachlässigt, wie überhaupt in unserer fernseh- (hach, ja!) und computergeschädigten großstädtischen Welt (hach, nein!) die Sinne sich selbst überlassen bleiben. An dieser Stelle kommen die raffinierten Kisten und Kästen und Memorydöschen zum Einsatz, für eine Menge Menschen quasi nur noch als Reha-Maßnahme, für andere rechtzeitig von Anfang an.

Beispiel einer pädagogischen Maßnahme: Du Trampeltier nach dem Text Du Ziegelstein des Autors G. Dueck

Mittwoch, 11. März 2009

Was ist Erziehung?

Eine weitere These

siehe dazu auch den Beitrag Was ist Erziehung. Eine These.

Erziehung ist eine Haltung.

Die Idee, jemanden zu erziehen, geht zusammen mit jener Haltung, die ein_e Herrscher_in der/dem Unterdrückten, Beherrschten gegenüber einnimmt. Die Erziehungshaltung ergibt sich aus der Herrschaftshaltung/aus dem Herrschaftsanspruch.

Astrid Albrecht-Heide, Professorin am Institut für Erziehungswissenschaft der TU Berlin, verdeutlicht den Herrschaftsblick zunächst am ausbeuterischen Umgang von uns Menschen mit der Natur. Sie sagt, weiße Erziehungswissenschaft basiere auf jenem Naturverständnis, wonach die Natur bloßer Liefarant für Rohstoffe ist. "Die Verrohstofflichung erzwingen 'wir' durch Distanzierung, Entmoralisierung, Entsakralisierung und Dynamisierung." (Albrecht-Heide, 2006, S.447)

Entmoralisierung
bedeutet mit Blick auf die Natur, ihr keinen anderen Wert mehr zuzuordnen als den, den ich durch meine verändernde Hinwendung zu ihr erschaffe. Ist es nicht auch bei Kindern so, dass die Art der Hinwendung, die von Eltern gesellschaftlich erwartet wird, eine gestaltende, machende, in die Kinder hineinwirkende ist. Entsakralisierung ist die Entzauberung und Profanisierung der Natur. Nach meinem Verständnis führt die bloße Entschlüsselung von Naturphänomenen mit Hilfe beispielsweise der Physik und der Chemie nicht zwangsläufig zu einer Profanisierung. Die tritt m. E. erst ein, wenn ich die erschlossenen Erkenntnisse zur allgemeingültigen Wahrheit erkläre und sie allein der Rechtfertigung meines Zugriffs dienen. (Anm. 2) So werden Rhythmen des Säuglings bei der Nahrungsaufnahme, beim Schlafen und Wachen etc. erforscht, um Fütterungszeiten in der Ratgeberliteratur angeben und Schlafprogramme entwickeln zu können, die in die hiesigen gesellschaftlichen Gegebenheiten hineinpassen. Der Zusatz, jedes Kind sei natürlich ein Individuum und könne daher aus dem Raster fallen, verkommt zur Floskel. Dynamisierung, erläutert Albrecht-Heide, ist dann die Zugriffstendenz. Sie verbindet sich "[...] mit der Behauptung, dass 'unsere' Zugriffe zur Veredelung, Verbesserung, kurz Kulturalisierung führen." (Albrecht-Heide, 2006, S.447)

Distanzierung ist die Voraussetzung für 'unsere' Herrschaft. Der Abstand, den ich zwischen mich und mein Gegenüber bringe, indem ich den objektiven Blick behaupte.

Martin Bubers Dialogisches Prinzip leuchtet mir bis dahin am ehesten ein, um Distanz und All-ein-sein zu unterscheiden. Buber sagt, ich könne zweierlei Haltung zur Welt einnehmen. Er fasst die Haltungen in die Grundwörter Ich-Es und Ich-Du. Sage ich Du, dann spreche ich das Ich des Grundwortes Ich-Du mit. Sage ich Es, dann spreche ich das Ich des Grundwortes Ich-Es. Ich kann auch Du sagen und Es meinen. "Die Welt als Erfahrung gehört dem Grundwort Ich-Es zu. Das Grundwort Ich-Du stiftet Beziehung." (Buber, 1962, S.10) Das eine Grundwort (Ich-Du) steht für mich für mein Sein in der Welt, das andere für Distanz.

Wenn ich mich distanziere
, bedeutet das im buberschen Weltbild, wie ich es verstehe, ich trete aus der Ich-Du-Beziehung heraus. Was vorher Du in meiner Ansprache war, wird zum Es des buberschen Grundwortes Ich-Es. (Buber, 1962, S. 7-8) Buber vertritt, was die Beziehung des Lehrers/der Lehrerin zu seinem/ihrem Schüler//seiner/ihrer Schülerin betrifft, die Ansicht, der Lehrer oder die Lehrerin müsse zwar zwar den Schüler oder die Schülerin

[...] als diese bestimmte Person in ihrer Potentialität und ihrer Aktualität meinen, genauer, er muss ihn nicht als eine bloße Summe von Eigenschaften, Strebungen und Hemmungen kennen, er muss seiner als einer Ganzheit inne werden und ihn in seiner Ganzheit bejahen.

Er/Sie müsse

[...] damit seine Einwirkung auf ihn eine einheitlich sinnvolle sei, [...] diese Situation jeweils nicht bloß von seinem eigenen Ende aus, sondern auch von dem seines Gegenübers aus in all ihren Momenten erleben; er muss die Art von Realisation üben, die ich Umfassung nenne.

Aber die Schülerin und der Schüler ihrerseits dürften ihre Lehrkraft nicht als diese bestimmte Person meinen und bejahen.

[...] so könnte doch die besondere erzieherische Beziehung nicht Bestand haben, wenn der Zögling seinerseits die Umfassung übte, also den Anteil des Erziehers an der gemeinsamen Situation erlebte. (Buber, S.131) (Anmerkung 1)

Bubers Erklärung widerspricht Albrecht-Heide zunächst. Bei Buber dürfen Lehrer und Lehrerin in unmittelbarer Beziehung zum Schüler/zur Schülerin stehen, Schüler und Schülerin zu Lehrer und Lehrerin aber nicht.

Ob das Ich-Du-Verhältnis nun endet oder aber den ganz andersartigen Charakter einer Freundschaft annimmt, es erweist sich, dass der spezifisch erzieherischen Beziehung als solcher die volle Mutualität versagt ist. (ebenda)

Und darin stimmen Buber und Albrecht-Heide wieder überein, dass es einen Abstand zwischen Erzieher_in und Zögling gibt. Auch bei Buber muss die Distanzierung letztendlich vom Erzieher/von der Erziehrin ausgehen, denn naturgemäß hat nur dieser/diese ein Interesse am Bestand der erzieherischen Beziehung. Die Haltung von Lehrer und Lehrerin ist von Bedeutung, denn welches Interesse sollte der oder die zum Zögling erkorene haben, sein/ihr Gegenüber als Objekt zu sehen, wenn das Gegenüber keinen Anlass dazu gibt?

(1) "Es gibt jedoch auch manches Ich-Du-Verhältnis, das sich seiner Art nach nicht zur vollen Mutualität entfalten darf, wenn es in dieser seiner Art dauern soll. Als solches Verhältnis habe ich an anderem Ort das des echten Erziehers zu seinem Zögling charakterisiert." (Buber 1962, S.130)

(2) "So entsteht in Europa die paradoxe Situation, dass die historische Neuheit, Kindheit als eigenständige Phase zu begreifen, mit der Hinwendung zugleich als enteignender Übergriff erfolgt." (Albrecht-Heide, S.449)

Literatur:
Albrecht-Heide, Astrid (2006) Weißsein und Erziehungswissenschaft. In:
hrsg. v. Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hg.) (2006) Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Unrast Verlag.

Buber, Martin (1962) Das Dialogische Prinzip. Gerlingen 7. Auflage 1994

Mittwoch, 4. Februar 2009

Emanzipation im Kinderbuch

Anmerkung: Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Folgenden nur die männliche Form von Musikerinnen verwendet. Gemeint sind dabei immer beide Geschlechter.

Das Kinderbuch von Jens Rassmus kommt ohne eine solche Anmerkung aus. Dort gibt es Musikerinnen und Musiker. Beides eben, wie Madame Coco mit dem aufblasbaren Piano erinnert. Eine nach dem anderen fällt auf den Mond. Jens Rassmus vergisst keines der beiden Geschlechter. In Wort und Bild sind sie da. Riesengroß und kleiner als ein Kaninchen; mit tellerrunden Ohren, mit spitzen Ohren; umfangreich oder schmal, außerirdisch anzusehen oder tierisch menschlich; alles ist vertreten; Frau und Mann. Den meisten sehe ich ihr Geschlecht an. Vielleicht ist solche Zuschreibung nicht in Ordnung. Aber ich kenne mich. Wenn der Monddrache mit den Lockenwicklern im Haar, für den das Buch keine weibliche Form aufzubieten vermag, mich heute Nacht korrigieren würde, er sei ein Mann, keine Frau, dann würde ich es mit einem Achselzucken aufnehmen. Allerdings müsste ich den nächlichen Besuch erst mal sacken lassen. Keine stellt sich einem Drachen so mutig gegenüber wie Anna.
Frauenemanzipation als kleines Seitenthema scheint mir bemerkenswert in einem Kinderbuch. Was mich aber als Kind von Eltern mehr noch anspricht und das Lesen so befreiend macht, ist die Emanzipation des Kindes.

Anna leistet Widerstand.

Was anderes als Widerstand ist es, wenn Anna sich auf den Kopf stellt. Querstellen. Befehlsverweigerung. Annas Mutter hatte der Tochter befohlen, ins Bett zu gehen. Es ist nur all zu üblich, Kinder ins Bett zu schicken, auch wenn sie kein bisschen müde sind.
Wer meint, ich interpretiere Annas Kopfstand zu frei und es bleibe offen, wo sich Jens Rassmus mit seiner Meinung zum Thema Erziehen befindet, dem gebe ich Recht. Nur zwei Dinge sind klar: Der Autor setzt Annas Eltern in ein denkbar schlechtes Licht, und das mit Worten und Bildern. Und zweifellos verbringt Anna eine aufregendere Nacht auf dem Mond als ihre Eltern beim Zappen vorm Fernseher. Sie wird von den Musikerinnen und Musikern des Vollmondorchesters für voll genommen. Die laden sie zum Mitmachen ein, auch wenn Anna kein Instrument spielt. Und auf dem Höhepunkt der Geschichte stellt es sich als Glück heraus, dass Anna mit von der Partie ist.

Das Buch dieser Buchbesprechung:
Jens Rassmus (1999) Das Vollmondorchester. Aarau, Frankfurt am Main und Salzburg.

Abbildung bei bibliothek der provinz

Mittwoch, 14. Januar 2009

Bildungsfreiheit

Bildung steht mir in der heutigen Zeit nicht frei, wenn ich sechs bis 16 Jahre bin.

Bildung ist Selbstbildung. Der Mensch ist darin Subjekt. Der Mensch bildet sich.

Aber: die Bildungspolitik macht den Menschen zum Objekt. Sie zwingt ihm eine Lehrform auf, einen Lehrplan, etc.

Von Freiheit der Bildung kann keine Rede sein, solange ich nicht selbst bestimmen kann, wie und in welchen Dingen ich mich bilde.

Und weil mir nun aber keiner meine Subjektivität nehmen kann, werde ich auch in der Beschränkung der Zwangsschule lernen, nur vielleicht nicht das, von dem viele Menschen meinen, dass es die Intention der ganzen Sache wäre.

Blogs zum Thema:

Samstag, 10. Januar 2009

Erfahrungen und Bedürfnisse

So schwer sich Einhörner fotografieren lassen, so wenig konnte ich am vergangenen Abend die mondbeschienene Landschaft im Schnee mit meiner billigen Digitalkamera aufnehmen. Es war hell genug, um ohne Taschenlampen durch den Wald zu laufen und die Spuren unserer Vorgänger im Schnee zu erkennen. Die Äste und Zweige der Bäume waren mit Weiß nachgezogen. Die Kinder spielten auf der großen Wiese im Mondlicht wie zwei Hasen. Sie legten sich lang und schaufelten sich das weiße Puder wie Ostseesand über den Körper, bis sie bis über den Bauch darin verschwunden waren.

Für mich war es eine ganz neue Erfahrung durch einen verschneiten Wald zu gehen, wenn der Himmel schwarz ist und der Mond voll aufdreht. Solche schönen neuen Erfahrungen vermögen es, mich zu beflügeln. Gedanken kommen in einen neuen Fluss, Ideen stellen sich wie von selbst ein.

Auf Rette sich, wer kann! schlägt Hannelore Vonier eine Übung für mehr Zeitlosikeit vor, eine Woche oder länger außerhalb des üblichen Zeitkonzepts zu verbringen.

Ich glaube dahinter steht die bewusste Entscheidung für eine neue Erfahrung, um den eigenen Bedürfnissen näher zu kommen.

Eine Menge Erfahrungen haben viele Menschen von ihren ursprünglichen Wünschen/Bedürfnissen abgebracht. Das lässt sich zum Beispiel am Zeitkonzept beobachten: Kindergarten und Schule erlegen jungen Menschen für die vollen Jahre ihrer Entwicklung zum Erwachsenen einen Tagesablauf auf, der nicht unbedingt dem selbstgewählten entspricht. Schon viele Säuglinge erfahren, dass ihr Hunger nur zu bestimmten Zeiten erfüllt wird und keinesfalls immer dann, wenn sie ihn anmelden. Fortwährende Manipulation dieser Art bringt es, meine ich, mit sich, dass ein Mensch sich von sich selbst entfernt in dem Sinne, dass er sich seiner eigenen Beürfnisse oder Wünsche nicht sicher ist, dass er sie immer weniger kennt und/oder artikulieren kann. Durch selbstgewählte Erfahrungen kommen Menschen ihren Wünschen möglicherweise auf die Spur.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Ernste Musik

Es ist schon ein Graus, wenn Menschen in die Oper getrieben werden wie Vieh. Da wundert es nicht, wenn sie während der Aufführung muh sagen oder wie die Schafe blöken. So drückt das Kreuz der Schulpflicht auch den, der aus eigener Lust und Freude sich in die Oper begeben hat. Die feineren Töne der Pamina dringen nicht mehr bis zu meiner Loge, auch nicht die besonders tiefen des Sarastro. Eine Geräuschkulisse vom Parkett und den billigeren Plätzen in den Rängen dämpft den Zauber der Musik. Und die Viehtreiber springen immer wieder von ihren Sitzen und sprechen bändigend auf einzelne Schulpflichtige ein. Wie uns diese Pflicht doch alle entwürdigt. Sänger und Schauspieler und Orchester müssen tun, als wären sie vom Publikum ungestört, und geben eine Vorstellung ab, die ich gerne weiterempfehle. Mich macht es ganz betroffen, dass Menschen eine Musik, der ich mich selbst mit Freude hingebe, aufgezwungen wird, nur damit sie hinterher davon brechen können. Ich fühle mich nicht anders als im DDR-Staat mit lauter erreichten Zielen: die Deutsche Oper hat ihr Geld; irgendein Säckel der Staatskasse hat sich erleichtert und hinter der roten Zahl den Stempel Bildungsförderung verdient; die Lehrer halten sich zugute, an diesem Tag keinen Frontalunterricht gehalten zu haben und können sich die neuen Synapsen in den Hirnen ihrer Schüler lebhaft vorstellen; der Schüler, später auch: Mensch, hat klassische Musik (und dann auch noch die des Genies Mozarts) am eigenen Leib erfahren - überall darf ein Häkchen gemacht werden. Was da abgeht in der Gesellschaft, mag man sich mal aus der Sicht eines Kindes klarmachen, das freiwillig in der Vorstellung sitzt, ihr von Anfang bis Ende lauscht und von seiner freien Schule extra frei bekommen hat, damit es mit drei Freundinnen die Oper besuchen kann. Der Schulpflicht entkommst du nicht. Auch nicht an einer freien Schule. Auch nicht, wenn du schulfrei hast. Dann findest du nämlich entweder auf dem Spielplatz keine Kinder zum mitspielen oder du triffst die verdonnerten Kinder in der Zauberflöte wieder. Zu Hilfe, zu Hilfe, sonst bin ich verloren. Die drei Damen helfen dir da auch nicht weiter. Das Opernhaus spuckt sein Publikum am Ende erleichtert wieder aus.

Das Märchen von der Zauberflöte wird nur noch drei Male und nicht mehr in diesem Jahr gegeben. Außerdem läuft an der Deutschen Oper Berlin auch Die Zauberflöte als "große Oper in zwei Aufzügen".

Sonntag, 30. November 2008

(3) Kritik durch Martin Buber

Dieser Beitrag knüpft an (2) Jacobys Konzept einer Musikerziehung

Kritisiert wurde die Rede von den „schöpferischen Kräften im Kind“ 1925 von Martin Buber. Buber hielt den Eröffnungsvortrag auf der III. Internationalen Pädagogischen Konferenz in Heidelberg, worin er von den schöpferischen Kräften sagt, sie seien der Boden, das Fundament menschlicher Existenz seien sie nicht. „Nicht im freien Selbstvollzug der Kräfte, sondern in deren ‚Verbundenheit’ konstituiere sich das Menschliche.“ (Schaller 1995, S.15)

„Zu allen Zeiten ist wohl geahnt worden, dass die gegenseitige Wesensbeziehung zwischen zwei Wesen eine Urchance des Seins bedeutet, und zwar eine, die dadurch in Erscheinung trat, dass es den Menschen gibt.“ schreibt Buber (Buber 1994, S.299). Jacoby ist so sehr daran interessiert, die negativen Wirkungen in der Beziehung zwischen Zögling und Erzieher vom Zögling fernzuhalten, dass er dabei meines Erachtens die Bedeutung der Beziehung zwischen Erwachsenem
und Kind verkennt. Jacoby hat erkannt, wie die Absicht, das Kind zu formen, die
Anlagen des Menschen verkümmern lassen bzw. an ihrer Entfaltung hindern kann. Den Menschen aber als Monade zu beschreiben und die „[...] ‚Potentialität’ des monadisch verstandenen Subjekts als [das] Fundament menschlicher Existenz und Lebensführung [...]“ (Schaller 1995, S.14) anzusehen, übersieht, dass der Mensch ein soziales, auf dialogische Kommunikation hin angelegtes Wesen ist. So ist auch die musikalische Äußerung nicht vom dialogischen Prinzip zu trennen. Sie ist sowohl Aktion als auch Reaktion, sowohl Ansprache als auch Antwort.

Literaturnachweis:
Buber, Martin (1994) Das dialogische Prinzip. Gerlingen.

Schaller, Felicitas (1995) Leibverfassung und Sinnlichkeit. Zur pädagogischen Begründung der Musikalischen Früherziehung. In: Sirker, Udo (Hg.) (1995) Impulse zur Musikpädagogik. Essen. S. 11-50.