Der kleinste Kohlrabi in meiner näheren Umgebung ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Er wurde in einem Schulgarten großgezogen, ein Umstand, der das Label Pädagogik rechtfertigt. Die Ratte im Bild soll eine Maus sein. Sie dient nur dem Größenvergleich und wurde nach dem Take gemäß § 17 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz bekämpft.
Weniger Rohkost und mehr Sinn im nächsten Blogbeitrag ab November im Kino.
Dienstag, 12. Oktober 2010
Samstag, 2. Oktober 2010
Tierwelt
Buchempfehlung für
Lauter nette Tiere von Annie M.G. Smith
Lauter nette Tiere bis auf eines, hätte der deutsche Buchtitel warnen können. Tut er aber nicht. So beginne ich vorzulesen und auf den bisweilen unsteten Reimen juckelt sich das Kind in den Schlaf.
Die Entchen sind ulkig, Dickidick Schnauf komisch, bei den Ottern lache ich am Ende - Nicht zu laut!
Das Kind!
Ein sehr kleines Schweinchen sagt mir auch sehr zu.
Dann kommt Sebastian.
Dessen tragisches Ende kann ich vor Lachen nicht verwinden.
Das Kind guckt fragend,
"Wieso, was ist denn passiert?"*
Nächstes Gedicht.
Die Plüschkatze.
Dritte Strophe.
Ich gerate außer Kontrolle.
Ja, ja, ich lese noch weiter, aber lass mich doch erst mal lachen!
"Mama, ich mag nicht, wenn du immer lachst."
Gut.
Jetzt kommt 's.
Davor hat das Buch nicht gewarnt!
Versteht das Kind Ironie?
Hat die Dichterin Annie M.G. Smith mit Rosalinds Geschichte Rückschau auf ihre eigene Kindheit gehalten und meint sie es auch ironisch?
Das Unstete setzt für kurze Zeit aus, der Text fließt, er fließt so gut, dass sich die Worte Rosalind und ergrimmt unzweifelhaft reimen. Das Fließen unterstreicht den schaurigen Charakter - schaurig wie im Struwelpeter.
Wenn sich ein Kind nicht wohlverhält!
Hätte Rosalind mal bloß Angst gehabt!
Aber ihr Glauben kannte keine bösen Tiere, sondern nur lauter nette und nicht den Vogel Bangebangst.
Nett wird es erst wieder mit dem Kamel im Bett, mit den Lämmchen - ich mag jedes Wort, das Spiel mit den Lauten, den Mitlauten, farbige Verben, besondere Verben, jeden Reim und auch die Reime, die sich eigentlich nicht reimen, ich mag abgedrehte Vorstellungen - auch in Stachelschweins Wiegenlied. Ganz professionell, lache ich diesmal nicht. Leiern ist bei einem Wiegenlied erlaubt, je ernsthafter desto schöner.
"Kannst du noch, Kind? Hörst du noch das letzte Gedicht?"
Müde, aber unbedingt!
Die Arche.
Viel lustiger als in der Bibel.
Annie M.G. Smith (Gedichte) Harrie Geelen (Bilder) (1995) Beestenboel. Amsterdam// dt. von Mirjam Pressler (1998) Lauter nette Tiere. München
Der niederländische Buchtitel Beestenboel bedeutet laut google-Übersetzung einfach nur Tierwelt.
*) Es ist nicht komisch, über das Ende einer Spinne zu lachen.
Lauter nette Tiere von Annie M.G. Smith
Lauter nette Tiere bis auf eines, hätte der deutsche Buchtitel warnen können. Tut er aber nicht. So beginne ich vorzulesen und auf den bisweilen unsteten Reimen juckelt sich das Kind in den Schlaf.
Die Entchen sind ulkig, Dickidick Schnauf komisch, bei den Ottern lache ich am Ende - Nicht zu laut!
Das Kind!
Ein sehr kleines Schweinchen sagt mir auch sehr zu.
Dann kommt Sebastian.
Dessen tragisches Ende kann ich vor Lachen nicht verwinden.
Das Kind guckt fragend,
"Wieso, was ist denn passiert?"*
Nächstes Gedicht.
Die Plüschkatze.
Dritte Strophe.
Ich gerate außer Kontrolle.
Ja, ja, ich lese noch weiter, aber lass mich doch erst mal lachen!
"Mama, ich mag nicht, wenn du immer lachst."
Gut.
Jetzt kommt 's.
Davor hat das Buch nicht gewarnt!
Versteht das Kind Ironie?
Hat die Dichterin Annie M.G. Smith mit Rosalinds Geschichte Rückschau auf ihre eigene Kindheit gehalten und meint sie es auch ironisch?
Das Unstete setzt für kurze Zeit aus, der Text fließt, er fließt so gut, dass sich die Worte Rosalind und ergrimmt unzweifelhaft reimen. Das Fließen unterstreicht den schaurigen Charakter - schaurig wie im Struwelpeter.
Wenn sich ein Kind nicht wohlverhält!
Hätte Rosalind mal bloß Angst gehabt!
Aber ihr Glauben kannte keine bösen Tiere, sondern nur lauter nette und nicht den Vogel Bangebangst.
Nett wird es erst wieder mit dem Kamel im Bett, mit den Lämmchen - ich mag jedes Wort, das Spiel mit den Lauten, den Mitlauten, farbige Verben, besondere Verben, jeden Reim und auch die Reime, die sich eigentlich nicht reimen, ich mag abgedrehte Vorstellungen - auch in Stachelschweins Wiegenlied. Ganz professionell, lache ich diesmal nicht. Leiern ist bei einem Wiegenlied erlaubt, je ernsthafter desto schöner.
"Kannst du noch, Kind? Hörst du noch das letzte Gedicht?"
Müde, aber unbedingt!
Die Arche.
Viel lustiger als in der Bibel.
Annie M.G. Smith (Gedichte) Harrie Geelen (Bilder) (1995) Beestenboel. Amsterdam// dt. von Mirjam Pressler (1998) Lauter nette Tiere. München
Der niederländische Buchtitel Beestenboel bedeutet laut google-Übersetzung einfach nur Tierwelt.
*) Es ist nicht komisch, über das Ende einer Spinne zu lachen.
Freitag, 1. Oktober 2010
Lesezeichen
... zwei Gedichte im Netz
, der Autor ist mkh,
verlinkt
als Notiz für mich und andere:
U n a c h t
via Wortkristall
L a ch e n d e K a t z e
via Wortkristall
, der Autor ist mkh,
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U n a c h t
via Wortkristall
L a ch e n d e K a t z e
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Donnerstag, 30. September 2010
Pilzesehen
Ich esse Pilze nicht.Ein Blogbeitrag mit sieben farbigen Abbildungen.
Der Wald riecht nach ihnen.
Dann sehe ich sie. Wie Fremde stehen sie um mich herum. In Terassen wachsen sie auf einem liegenden Stamm, auf dem wir doch immer balancieren! - das geht jetzt nicht mehr. Sie werden alle zu Matsch, wenn wir drüber laufen. Ihre Schirmchen und die nackigen Stiele ohne Hut.
Nackt sind sie alle bis auf Ausnahmen.1)
Nicht Holz, nicht Gras,
B e r ü h r e n
auf eigene G e f a h r.
auf eigene G e f a h r.
Keine giftigen Schlangen, keine Skorpione - Pilze beißen nicht!
Außerirdischen Ursprungs? Dabei leben Pilze viel tiefer in der Erde als Menschen es gewöhnlich tun. Sie leben im selben Universum wie ich und trotzdem empfinde ich ihres als ein anderes als meines.
Berühren ist Eintauchen?
Im Pilzbuch heißt es, die Fruchtkörper wüchsen meist überirdisch. Überirdisch bedeutet da aber nicht mehr und nicht weniger als über dem Erdreich. Dabei ist noch im selben Satz die Rede von Drachen, Elfen, Nymphen, in Klammern Oreaden und Dryaden, Kobolden und so weiter und Brahmanen und Schamanen und dem Teufel.
Alice im Wunderland hat von einem Pilz abgebissen um sich zu verändern. Ihre Größe! Das hat sie immer schon gestört. Für Karnickellöcher war sie (eigentlich) zu groß und für Glastische im Wohnungsflur, auf denen Erwachsene verbotene Schlüssel ablegen, zu klein.
Rechts abbeißen oder lieber weiter links? Wachsen oder schrumpfen?
An welcher Stelle teilt sich ein Kreis in zwei Hälften? Wo ist die Symetrieachse, die eindeutig bestimmt, was rechte und was linke Hälfte ist?
Mit einem Fotoapparat wird Pilzesammeln völlig ungefährlich. Bei bester Gesundheit die giftigsten Pilze bestaunen - das ist auch der Reiz an Pilzbüchern.Essbar, ungenießbar, giftig, tödlich giftig. Die ersten Fachbegriffe, die ich schon verstanden habe.
Im Pilzbuch gelange ich ins Reich der Mykophilen. Microfungi, Macrofungi. Begriffe, die klar machen, dass der Pilzkosmos nicht unbegreiflich ist. Zumindest lässt sich alles beobachten und in Worte fassen.
So sind Pilze Eukaryonten. Nicht Pflanze, nicht Tier, aber wie Tier und Pflanze mit echten Zellkernen. Weder Bakterium noch Urbakterium, die keinen echten Zellkern besitzen.
Pilze, heißt es im Buch, leben von organischem Material. Sie brauchen Kohlenhydrate, die sie im Gegensatz zu Pflanzen mangels Chlorophyll selber nicht herstellen können. Pilze siedeln deshalb in lebenden Bäumen, in abgestorbenen Bäumen, im Obst, im Darm und in Schmetterlingsraupen.
Die Raupen leben noch, wenn der Pilz sie befällt!
Paecilomyces farinosus.
Die Raupe verpuppt sich sogar noch, denn es heißt, der Pilz lebe auf Schmetterlingspuppen, wobei er schon hineingelangt sei, als die Raupe noch keine Puppe war. Über den Tod der verpuppten Raupe steht im Pilzbuch nichts. Vielleicht erst ganz hinten wieder auf den letzten Seiten oder vielleicht ist das in einem Pilzbuch überflüssig zu erwähnen?
Der Paecilomyces farinosus lässt Fruchtkörper aus der Schmetterlingspuppe sprießen, die sind einige Zentimeter lang, haben nur wenige Millimeter Durchmesser und ihre obere Hälfte ist von weißer pudriger Konidienmasse überzogen. Konidien sind eine Form von Sporen.
Ich habe das Pilzbuch satt und setze mich im Leben außerhalb auf einen Sonnenfleck im Wald neben einen Gelben Knollenblätterpilz, Variation Alba. Das ist völlig ungefährlich. Zumal wir uns nichts tun. Ungenießbar. Wer ist das nicht zuweilen. Das Buch fällt mir auf den Kopf! Dort finde ich nicht den Zugang, den ich zu den Pilzen suche.
Pilze sind schwer verdaulich. Vielleicht leben ja diejenigen, die Pilze genießen, wenigstens eine Zeitlang im Pilzuniversum. Nacktschnecken und Würmer inbegriffen. Allerdings fressen sie dieses wundersame Universum auf. Sie verleiben es sich ein. Vielleicht kann man es sehen, sofern man imstande ist, in die vier Augen einer Schnecke zu schauen.
1) Der Wollige Scheidling hat ein Fell. Insofern ist er nicht nackt.
Donnerstag, 23. September 2010
Samstag, 18. September 2010
Selbstgespräche
Eine Buchempfehlung für
Hermann das Kind und die Dinge von Harrie Geelen.
Hermann ist noch ein Kind. Die Dinge in seiner Umgebung reden und er, das Kind, darf mit den Dingen reden. So erklärt sich einiges, zum Beispiel die Trauer. So löst sich ein Problem wie der Durst. So kann Hermann das Kind bei Gewitter einschlafen.
Der Lichtschalter,
die Vase,
die Puppe ohne Kopf,
das saubere Hemd,
das Feuerwehrauto mit der echten Leiter,
das Taschentuch,
der Stuhl,
der Wecker,
die Bausteinkiste,
der Löffel,
die Medizinflasche,
der Trommelaffe,
der Kopf von der Puppe ohne Kopf,
der Bettvorleger,
das Buch.
Das alles sind Dinge, die kennt irgendwie jedes Kind. In sieben kurzen Geschichten erweisen sie sich als äußerst hilfreich, Dinge mitzuteilen oder begreifbar zu machen, die sich nicht mit einem Wort fassen lassen. Gedankendinge, Gefühlsdinge; wie das ist, wenn abends im Bett noch der Durst kommt, wenn Hermann auf Mama wartet, die auf ein Baby wartet, wenn ein Gewitter das Einschlafen begleitet, Kranksein, Trauer, ein philosophischer Ausflug zu der Herkunft von Geschichten, sich unter dem Bett verstecken und wieder hervorkommen.
Es gibt kein Erklären in den Geschichten und kein Lehren, nirgends eine allgemeingültige Antwort, nur die Sicht eines Stuhls, auf dem ein Taschentuch liegt, die Bezeugung eines Taschentuchs, die Meinung eines Lichtschalters, die Kommentare einer Vase ... Und die Dinge reden nicht nur, sie können auch sehr viel für Hermann das Kind tun. Sie können ihm beim Verstecken helfen, beim Gesundwerden, beim Überwinden eines dunklen Flurs, um Wasser zu holen. Sie antworten auf eine Frage und beschäftigen sich mit Gewitter, wenn eins da ist, jedes Ding auf seine eigene Weise.
Eine Art von Selbstgespräch.
Ich kenne das Buch seit wenigstens sieben Jahren und wollte eine entsprechende Empfehlung schon vor Monaten schreiben - doch wie? Auf die Idee, die Geschichten mit Selbstgesprächen in Verbindung zu bringen, kam ich erst vor kurzem beim erneuten Lesen. Mit Dingen reden ist doch, so dachte ich mir, als redete man mit sich selbst. Denn die Antwort, welche einem die Dinge geben, welche man sie geben lässt, kommt doch nicht von den Dingen, sondern aus einem selbst.
Hermann das Kind und die Dinge derart zu betrachten, mag übertrieben scheinen. Es ist ein Kinderbuch, das sieht jeder an den großen Bildern, Bilder auf jeder Seite! Im Kinderbuch ist es normal, das Gegenstände wie Personen sprechen und handeln können! Ja, normal und, wie ich finde, irgendwie sehr heilsam. Meine Betrachtungsweise ist angeregt worden durch zwei Bücher von Klaus Lange, der folgendes schreibt:
Harrie Geelen (1993) Herman het kind en de dingen. Amsterdam // dt. von Mirjam Pressler (1993) Hermann das Kind und die Dinge. Köln
Hermann das Kind und die Dinge von Harrie Geelen.
Hermann ist noch ein Kind. Die Dinge in seiner Umgebung reden und er, das Kind, darf mit den Dingen reden. So erklärt sich einiges, zum Beispiel die Trauer. So löst sich ein Problem wie der Durst. So kann Hermann das Kind bei Gewitter einschlafen.
Der Lichtschalter,
die Vase,
die Puppe ohne Kopf,
das saubere Hemd,
das Feuerwehrauto mit der echten Leiter,
das Taschentuch,
der Stuhl,
der Wecker,
die Bausteinkiste,
der Löffel,
die Medizinflasche,
der Trommelaffe,
der Kopf von der Puppe ohne Kopf,
der Bettvorleger,
das Buch.
Das alles sind Dinge, die kennt irgendwie jedes Kind. In sieben kurzen Geschichten erweisen sie sich als äußerst hilfreich, Dinge mitzuteilen oder begreifbar zu machen, die sich nicht mit einem Wort fassen lassen. Gedankendinge, Gefühlsdinge; wie das ist, wenn abends im Bett noch der Durst kommt, wenn Hermann auf Mama wartet, die auf ein Baby wartet, wenn ein Gewitter das Einschlafen begleitet, Kranksein, Trauer, ein philosophischer Ausflug zu der Herkunft von Geschichten, sich unter dem Bett verstecken und wieder hervorkommen.
Es gibt kein Erklären in den Geschichten und kein Lehren, nirgends eine allgemeingültige Antwort, nur die Sicht eines Stuhls, auf dem ein Taschentuch liegt, die Bezeugung eines Taschentuchs, die Meinung eines Lichtschalters, die Kommentare einer Vase ... Und die Dinge reden nicht nur, sie können auch sehr viel für Hermann das Kind tun. Sie können ihm beim Verstecken helfen, beim Gesundwerden, beim Überwinden eines dunklen Flurs, um Wasser zu holen. Sie antworten auf eine Frage und beschäftigen sich mit Gewitter, wenn eins da ist, jedes Ding auf seine eigene Weise.
Eine Art von Selbstgespräch.
Ich kenne das Buch seit wenigstens sieben Jahren und wollte eine entsprechende Empfehlung schon vor Monaten schreiben - doch wie? Auf die Idee, die Geschichten mit Selbstgesprächen in Verbindung zu bringen, kam ich erst vor kurzem beim erneuten Lesen. Mit Dingen reden ist doch, so dachte ich mir, als redete man mit sich selbst. Denn die Antwort, welche einem die Dinge geben, welche man sie geben lässt, kommt doch nicht von den Dingen, sondern aus einem selbst.
Hermann das Kind und die Dinge derart zu betrachten, mag übertrieben scheinen. Es ist ein Kinderbuch, das sieht jeder an den großen Bildern, Bilder auf jeder Seite! Im Kinderbuch ist es normal, das Gegenstände wie Personen sprechen und handeln können! Ja, normal und, wie ich finde, irgendwie sehr heilsam. Meine Betrachtungsweise ist angeregt worden durch zwei Bücher von Klaus Lange, der folgendes schreibt:
Menschen reisen überall hin und kommunizieren mit anderen, wo sie auch sind auf der Erde. Die Reise zu sich selbst und die Kommunikation mit sich selbst sind bei uns jedoch weitgehend unbekannt.
Quelle
Quelle
Harrie Geelen (1993) Herman het kind en de dingen. Amsterdam // dt. von Mirjam Pressler (1993) Hermann das Kind und die Dinge. Köln
Donnerstag, 16. September 2010
Sprachlos
Interview mit einer Prinzessin, die stumm ist.
Mein Interview, das ich heute mit Euch führen werde, handelt um die Liebe. Prinzen und Prinzessinnen lieben sich, so ist das im Märchen, sie sind Paare auf ewig. Wenn sie nicht gestorben sind. Mit Euch habe ich eine Prinzessin gefunden, die noch lebt. Was sagt Ihr zum Prinzessinnendasein im Allgemeinen und als Frau an der Seite Eures Gemahls im Besonderen?
Nun, ich gehe gleich zur nächsten Frage über, ganz konkret, es heißt, Sie würden Ihren Prinzen nicht küssen, manche behaupten scherzhaft, aus Angst, er könne ein Frosch werden, böse Zungen sagen, aus Furcht, Ihr selbst würdet Euch in eine Kröte zurückverwandeln, wenn Ihr küssen tätet.
Aber mal ehrlich, in welchem Märchen, das von Prinzen und Prinzessinnen handelt, fehlt der Kuss? Doch wohl nirgendwo.
Der Kuss ist der Schlüssel zur Liebe! Liebt Ihr Euren Gemahl?
Wie auch immer, eine andere Frage, die ich für Euch vorbereitet habe, ist die nach Eurer Rapunzelkrankheit.
Zuvor aber, ich höre, Ihr sprecht kein Wort. Niemandem ist klar, warum Ihr nicht sprechen könnt, nicht einmal Ihr selbst erklärt es uns. Wenn Ihr uns den Grund nicht nennt, dann gibt es ihn wohl nicht, schlussfolgere ich logisch. Würdet Ihr mir dennoch eine Frage beantworten?
Warum geht Ihr hinauf in das einzige Zimmer vom Turm unter dem Dach und harrt dort lange, lange aus? Ich stehe hier unter Eurem Fenster, natürlich könnte ich auch die Treppe zu Euch hinaufsteigen, aber unabhängig davon, was macht Euch rapunzeln?
Ihr werdet nicht mit der Sprache herausrücken, dann frage ich anders. Es müsste Euch möglich sein, die Treppe im Turm zum Hinabsteigen zu benutzen, darum:
Erfindet Ihr Eure Krankheit selbst?
Welchen Einfluss hat Euer Gemahl auf Euren Willen zu sprechen, den Turm zu verlassen und zu küssen? Er rief im ganzen Land die Drohung aus, Euch aufgrund Eurer erfundenen Krankheit, Eures Schweigens und Eurer Abstinenz aus dem Schloss zu werfen. Euer Schweigen könnte Taubheit sein, Eure Abstinenz fehlendes Verlangen und das wiederum die Abwesenheit von Liebe, und einer Frau zuzusehen, wie sie rapunzelt und rapunzelt, gleichwohl es eine Treppe und einen Außenlift gibt, das hält ein Liebender im Leben nicht aus.
Eine letzte Frage. Wenn es kein Vor und Zurück mehr gibt, wollt Ihr Euch dann aus dem Fenster stürzen?
Mehr Antworten im nächsten Interview, dann mit der Fee. Soviel schon jetzt, die Headline: Prinzessin steigt vom Turm - Hofstaat flieht.
Mein Interview, das ich heute mit Euch führen werde, handelt um die Liebe. Prinzen und Prinzessinnen lieben sich, so ist das im Märchen, sie sind Paare auf ewig. Wenn sie nicht gestorben sind. Mit Euch habe ich eine Prinzessin gefunden, die noch lebt. Was sagt Ihr zum Prinzessinnendasein im Allgemeinen und als Frau an der Seite Eures Gemahls im Besonderen?
Nun, ich gehe gleich zur nächsten Frage über, ganz konkret, es heißt, Sie würden Ihren Prinzen nicht küssen, manche behaupten scherzhaft, aus Angst, er könne ein Frosch werden, böse Zungen sagen, aus Furcht, Ihr selbst würdet Euch in eine Kröte zurückverwandeln, wenn Ihr küssen tätet.
Aber mal ehrlich, in welchem Märchen, das von Prinzen und Prinzessinnen handelt, fehlt der Kuss? Doch wohl nirgendwo.
Der Kuss ist der Schlüssel zur Liebe! Liebt Ihr Euren Gemahl?
Wie auch immer, eine andere Frage, die ich für Euch vorbereitet habe, ist die nach Eurer Rapunzelkrankheit.
Zuvor aber, ich höre, Ihr sprecht kein Wort. Niemandem ist klar, warum Ihr nicht sprechen könnt, nicht einmal Ihr selbst erklärt es uns. Wenn Ihr uns den Grund nicht nennt, dann gibt es ihn wohl nicht, schlussfolgere ich logisch. Würdet Ihr mir dennoch eine Frage beantworten?
Warum geht Ihr hinauf in das einzige Zimmer vom Turm unter dem Dach und harrt dort lange, lange aus? Ich stehe hier unter Eurem Fenster, natürlich könnte ich auch die Treppe zu Euch hinaufsteigen, aber unabhängig davon, was macht Euch rapunzeln?
Ihr werdet nicht mit der Sprache herausrücken, dann frage ich anders. Es müsste Euch möglich sein, die Treppe im Turm zum Hinabsteigen zu benutzen, darum:
Erfindet Ihr Eure Krankheit selbst?
Welchen Einfluss hat Euer Gemahl auf Euren Willen zu sprechen, den Turm zu verlassen und zu küssen? Er rief im ganzen Land die Drohung aus, Euch aufgrund Eurer erfundenen Krankheit, Eures Schweigens und Eurer Abstinenz aus dem Schloss zu werfen. Euer Schweigen könnte Taubheit sein, Eure Abstinenz fehlendes Verlangen und das wiederum die Abwesenheit von Liebe, und einer Frau zuzusehen, wie sie rapunzelt und rapunzelt, gleichwohl es eine Treppe und einen Außenlift gibt, das hält ein Liebender im Leben nicht aus.
Eine letzte Frage. Wenn es kein Vor und Zurück mehr gibt, wollt Ihr Euch dann aus dem Fenster stürzen?
Mehr Antworten im nächsten Interview, dann mit der Fee. Soviel schon jetzt, die Headline: Prinzessin steigt vom Turm - Hofstaat flieht.
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