Freitag, 5. Juli 2013

Frage an den Mistkäfer - ich antworte


***Bilder in der Reihenfolge, vergrößerte Ansicht durch Anklicken ab dem Maulwurf-Bild möglich.






Dienstag, 11. Juni 2013

Einladung zum Teetrinken



ThemenTee. Thema ist: Eichenfrühjahrsfraßgemeinschaften versus Gift im Tee. Zunächst dachte ich, die Eichenfrühjahrsfraßgemeinschaften bräuchten auch mal ein Forum. Aber jetzt bin ich nur noch sauer auf sie. Wenn sich der Eichenprozessionsspinner etwas mäßigen würde, wäre sowas nicht nötig. Mit Sowas meine ich die Insektenvernichtungsmittel Karate und Dimilin.

Der Eichenprozessionsspinner. In Fernsehnachrichten und Zeitungsmeldungen, als es im vergangenen Monat Mai um das Besprühen der Bäume mit dem Pflanzenschutzmittel Dipel Es ging, wurde gerne auf das Problem seiner Brennhaare abgehoben. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners durchläuft 6 Larvenstadien und ab dem 3. bis zum 6. wachsen ihr giftige Brennhaare. Das Nesselgift Thaumetopoein löst beim Menschen und unter Umständen auch bei Tieren (vgl. Quelle 2, Frage 12, 2012) gesundheitliche Probleme aus.

Weniger im Fokus der Berichterstattung stand der Pflanzenschutz an sich. Der Eichenprozessionsspinner, der in Deutschland auf weniger als 200 Jahre zurückblicken kann gefährdet die Eiche, deren älteste noch lebende! Vertreterin über 1500 Jahre alt ist.

Aber, so denke ich, der Forstwirtschaft geht es vor allem um den Schutz der Eichenbestände und erst in zweiter Linie um den Schutz des Menschen vor dem humanpathogenen Potential des Eichenprozessionsspinners. Das finde ich berechtigt. Nur frage ich mich, warum in vielen Nachrichten die mögliche Gesundheitsschädigung im Vordergrund stand. Lässt sich so besser Stimmung machen gegen den Eichenprozessionsspinner und für den Einsatz von Umweltgift?

Im urbanen Raum hat sich der Eichenprozessionsspinner als Gesundheitsrisiko erwiesen, wenn er etwa Bäume auf Kindergartengelände, auf Schulhöfen und in Parks befallen hatte. Die Gifte aber, um die es nun geht, und welche die Forstbetriebe in Wäldern einsetzen wollen und bereits eingesetzt haben, sind auf besiedelten Flächen gar nicht zum Einsatz zugelassen. Sie sind als Pflanzenschutzmittel einzig für den Einsatz im Wald bestimmt.

Die Geschichte des Eichenprozessionsspinners in Deutschland ist eine Eroberungsgeschichte. 1826 erstmals naturkundlich registriert, lokale Massenvermehrungen seit 1936 in Perioden von 3-4 Jahren, anhaltendes Wachstum und zunehmende Ausbreitung seit 1993. Seine Feinde: Raupenfliegen, Schlupfwespen, Brackwespen, Waldameisen, Puppenräuber, Raubwanzen. Fledermäuse und Vögel fangen den Schmetterling. Nur wenige Vogelarten fressen die Eichenprozessionsspinnerlarve, zum Beispiel macht das der Kuckuck.

Der Kuckuck ist kein netter Gast.
Für den Einsatz von Gift wird argumentiert:
Die Populationsdichte des Eichenprozessionsspinners ist so hoch, dass Fressfeinde und Parasiten nicht gereichen, um der massenhaften Vermehrung des Eichenprozessionsspinners Einhalt zu gebieten.
Die hohe Populationsdichte hält sich mehrere Jahre in Folge. So können die Fraßschäden der Raupe die Eichenbäume ernsthaft schwächen. Geschwächte Bäume sind anfälliger für Eichenmehltau (Pilz), Eichenwickler und  Eichenprachtkäfer. Sie sterben im schlimmsten Fall ganz ab.

Gegen das Ausbringen der Pflanzenschutzmittel spricht ihre Giftigkeit. Sie wird viele Tierarten treffen, direkt und mittelbar. Deshalb fragt der NABU in einer Pressemitteilung: wo bleibt der Artenschutz? (zit. nach Quelle 1)

Achtung: 1. Dieser Artikel ist unvollständig! 2. Der Thementee wurde nicht in der Nähe von Eichen abgehalten. 3. Auf den verwendeten Fotos sind keine Eichen abgebildet. 4. Die Autorin hat geschädigte und auch völlig entlaubte Eichenbäume gesehen, den Kontakt zum Eichenprozessionsspinner aber bisher immer gemieden, was eine Recherchelücke darstellt. 4. Sie ist guten Willens, die dringend erwartete Fortsetzung zum obigen Artikel zu schreiben. 5. Es kann also dauern.


Ist Gewässerschutz im benachbarten Sumpfgebiet möglich?



Quellennachweis:

Laudert, Doris (2004) Mythos Baum. Geschichte - Brauchtum - 40 Baumportraits. München

[Quelle 1] NABU Pressemitteilung vom 23.5.2013 Pflanzenschutzmittel im Wald, wo bleibt der Artenschutz?
http://brandenburg.nabu.de/presse/pressemitteilungen/index.php?popup=true&show=691&db=presseservice_brandenburg
Stand 9.6.2013

[Quelle 2] Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Cornelia Behm, Harald Ebner, Bärbel Höhn, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Drucksache 17/9823. Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner. Drucksache 17/10020 15.06.2012 PDF-Dokument Stand 4.6.2013

www.bfr.bund.de/de/veranstaltung/fachgespraech_2012__prozessionsspinner
__lepidoptera__notodontidae__-128417.htm

Julius Kühn-Institut (2012) Vergleichende Bewertung der Wirksamkeit von Pflanzenschutzmitteln gegen den Eichenprozessionsspinner in Wäldern. Stand 4.6.2013
http://www.bfr.bund.de/cm/343/vergleichende-bewertung-der-wirksamkeit-von-pflanzenschutzmitteln-gegen-den-eichenprozessionsspinner-in-waeldern.pdf

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2009) PSM-Zulassungsbericht 024675-00/00. Stand 9.6.13
http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/01_zulassungsberichte/024675-00-00.html?nn=1406458

Samstag, 25. Mai 2013

Naturtagebuch Zubehör Vogelkunde

Bei der Bestimmung von Vogelaugen helfen die Kennkarten geläufiger Vogelaugen, erhältlich im Zubehör zum Naturtagebuch. Auf Waldwegen, im Gleisbett und anderswo liegen die Augen. Meist einzeln verstreut, selten findet man Paare. Für eine schöne Suppe wird es kaum reichen, aber als Ohrgehänge oder zum Zieren der eigenen Augenlider kann es wohl angehen. Gut zu wissen, mit wessen Augen man sich schmückt.

                                                                 ***
Schwarzes Amselauge mit einem Rand aus gelbem Samt schaut nach innen das Lied, was die Kehle hervorbringt.










 Leicht zu übersehen: das Kullerauge vom Rotkehlchen, es sei denn, das Vöglein selbst sieht dich damit an. Dann hast du kaum die rote Brust erblickt, da ist es auch schon fort.

Grün ist die Augenfarbe der Ringeltaube, Orange die der Taube im Bahnhof.
Blaue Augen hat der Eichelhäher und richtig rote das Blesshuhn.
Vom Blesshuhn werde ich gesehen und für akzeptabel befunden. Wenn der Eichelhäher mich sieht, dann weiß das gleich der ganze Wald.










Der Winter macht die Möwen zahm. Im Auge spiegelt sich das Ufer mit Schnee.
Die Lachmöve hat einen Kleiderschrank und kann den Lidstrich wechseln. Zum Schlichtkleid einfach, zum Prachtkleid rot.











Mit diesem Auge sieht die Stockente ihren Liebsten an, der sich färbt und die Brust beim gemeinsamen Schwimmen weit, weit herausdrückt.
Ich bin froh, dass ich selbst ein Paar sehr schöner Augen habe, welches sich seinerseits einer lieben Brille erfreut.



Montag, 1. April 2013

Monsterbücher

Eine Buchempfehlung oder zwei und ein Interview oder zwei

Hester Maulfrosch ist Frosch und Autorin und macht mit ihrer jüngst neu aufgelegten Autobiographie einer Eintagsfliege die Zeit vergessen.
Warum sollte eine Fliege es sich leisten, den einzigen Tag Lebenszeit an die Beschäftigung mit dem Leben einer Fröschin zu vergeuden?

Eintagsfliege: (Stimme wurde verfremdet) Das Buch las sich wie ein Thriller, ich wollte da durch! Meine Flügel vibrieren, wenn ich von Hesters Raubzügen lese und vom Akt des Fressens, der mit einer langen Zunge beginnt. Für mich als Leserin ... - ich erlebe die Jagd auf mich, ich versetze mich in die Fliege im Buch, ich erlebe es, auf einem roten Teppich kleben zu bleiben, ich stelle mir den intensiven Geruch vor, der dem Froschmaul entströmt. Die Schwierigkeit beim Lesen bestand nämlich darin, nicht aufgefressen zu werden. Bei Gefahr habe ich mich selbstverständlich zwischen den Seiten versteckt, aber was, wenn das Buch zugeschlagen wäre?

Der Biologe misst an der Fliege eine erhöhte Körperkerntemperatur.  Auf der einen Seite die Angst vor den Fressmonstern auf der anderen Seite die Faszination für ein Monster derselben Kategorie. Monsterfieber?

Ich will doch wissen, mit wem ich es zu tun habe. Das Buch gewährt mir einen längeren Blick auf  Monster, als es ein leibhaftiger Frosch für mich tun würde, darum ziehe ich das Buch vor. Zur Autogrammstunde fliegt niemand, der noch ganz bei Trost ist. Das Monsterfieber bewirkt bei mir zumindest keine Eintrübung des Verstandes, würde ich sagen. Ich würde sogar sagen, es ist eine Leistung meines Verstandes, denn, wie ich schon sagte, ich will doch wissen, mit wem ich es zu tun habe, deshalb beschäftige ich mich mit Monstern!

Eine Eintagsfliege scheint lächerlich klein. Sie schwimmt an einem Abend im Sommer mit Hunderten anderen Fliegen auf der Wasserobefläche, das habe ich gesehen. Ich will ihre Angst vor schrecklichen Wesenheiten und ihr Interesse daran nicht lächerlich machen. Habe ich doch selbst schon einmal angedeutet, dass Monster in meinem Leben eine Rolle spielen, als ich Monsterspuren im Blog hinterließ. Erst nach meinem Outing stieß ich auf Monsterbesuch. Und hier beginnt die Buchempfehlung. Brigitte Schär (Autorin) und Jacky Gleich (Illustratorin) (1996)

In Schär-Manier
stehen die Zeilen
eine nach der anderen
da und
kleine Extraseiten zwischen den Seiten,
Türen, Fenster, Kofferdeckel,
gewähren den Blick
in Monstermäuler,
auf Polizei und Feuerwehr und
die Reiseroute von zwanzig Monstern.

Monster sind die, vor denen man Angst hat. Monster sind immer die Anderen. Wie kommt es dann, dass sich eine eine Fliege vor sich selbst fürchtet? Das Monster im Spiegel zischelt ihre eigenen kleinen Hasstiraden auf jener Melodie, deren Urheberschaft die Fliege für sich bereits beansprucht hatte.

Das bin ich nicht!

Doch wenn sie sich jetzt distanziert, wird ihr keiner mehr glauben. Insgeheim wünscht sie sich einen Stachelrüssel, wie sie ihn bei der Mücke gesehen hat. Schon blitzt es im Spiegel. Aber wer darf davon wissen? Niemand, denn es ist nicht fein, monströs zu sein.

"Ich glaubte, wenn ich sie nicht erziehe, dann würden sie mir allesamt zu Monstern geraten.", schreibt Hester Maulfrosch, und weiter heißt es:

"Angesichts ihrer Überzahl ist das ein Grund, die Kaulquappen schreien zu lassen, ihnen zu sagen, "das heißt nicht 'ich will', das heißt 'ich möchte'!", und in einem so kleinen Teich bei so vielen ist es wirklich ratsam jedem Gefühl entgegenzuwirken, das Dissonanz erzeugen könnte."

Bei Brigitte Schär im bewährten Duo mit der Illustratorin Jacky Gleich sind es auch

die Eltern mit ihrer Angst
vor den Monstern,
die das Kind
hereingelassen hat.
Die Monster fühlen sich wie zu Hause.
Sie fressen alles auf,
Gläser, Geschirr,
sie schlagen die Wohnungseinrichtung kaputt
und
hinterlassen eine schöne Unordnung.

Braucht es Polizei und Feuerwehr?

"Die Frau hatte solche Angst vor mir, dass ich selbst überzeugt war, ein Monster zu sein." (Hester Maulfrosch)

Eintagsfliege: Bei diesen Zeilen aus Hester Maulfroschs Feder tat mir mein Monster Leid. Ich fühlte zum ersten Mal Mitleid mit Hester. Sie blieb ihr Leben lang ungeküsst, nachdem sie sich den Kopf an einer Wand arg angeschlagen hatte. Es war die Schuld der Frau!

Wir stellen der Eintagsfliege ausgeklügelte Fragen, aber sie sinniert in anderer Richtung weiter. Verschwenden wir wertvolle Zeit, frage ich den Kameramann, der weist mit dem Kinn über seine Schulter zum Biologen. Stattdessen antwortet die Fliege.

Sich seinen Monstern zu stellen, braucht es eine sichere Basis. Ich konnte mir Hesters Autobiographie nur deshalb in Ruhe erarbeiten, weil an meiner Wiege eine gute Fee gestanden hatte und die hatte mir noch einen zweiten schönen Tag gewünscht.


Foto aus Privatbesitz, Die Monster unserer Zeit
Auch Hester sah sich ihre Fressfeinde genau an und das auch nur aus sicherer Entfernung.
Zum Schluss noch ein ernstes Wort.

Empfehlenswerte Monsterbücher:
Paul Maar (1999) In einem tiefen dunkel Wald. Verlag Oetinger
Brigitte Schär (Worte) und Jacky Gleich (Illustrationen) (1996) Monsterbesuch. München, Wien

Die verehrten Leserinnen dieses Artikels sind aufgefordert, die Liste empfehlenswerter Monsterbücher mit eigenen Empfehlungen zu erweitern.

Samstag, 16. März 2013

Selbstportrait

An Tagen,
wo ich kein besonderes Ansehen habe,
sehe ich mich
von unten durch die Nasenlöcher.
Ich fühle und sehe von innen meine Gestalt.

Das Stativ wird aufgebaut. Steht es am rechten Ort,
setze ich mich gut ins Licht,
(mit Selbstauslöser!)
erhalte ich ein Foto von mir,
das sich auf einem Flyer oder einer Visitenkarte
sehen lassen kann.

Dass ich mich nicht kenne,
merke ich ...
Wer ist das, auf dem Bild?
An wen erinnert sie mich
von der Seite?
Sehe ich mir ähnlich?

Wie gut ich mich erkenne!
Will ich, dass Andere mich sehen?

An Tagen, wo ich kein besonderes Ansehen habe,
verstecke ich mich
unter einer Mütze und
in meinen anderen Sachen, so
dass ich nur noch aussehe wie irgendwer.
Ich bin Statist in meinem Leben.

Um ein Bild von mir
entstehen zu lassen,
ziehe ich mich
ganz zurück.

Die Schnecke zieht sich in ihr Haus und sieht sich darin um. Es ist ein Haus ohne Spiegel. Was sie sehen und erfahren will, muss sie sich selbst erzählen.

Sie sagt sich also, "Ich habe keine Braue und keinen Bart - bin ich deshalb eine Nacktschnecke?"

"Es spielt keine Rolle, ob du Haare hast oder nicht.", antwortet sich die Schnecke selbst. Gleich darauf wühlt sie in ihrem Kleiderschrank.***

Bin ich gut, bin ich schlecht?
Heute
suche ich mir Dinge, die
mit auf 's Bild müssen, hinter denen
ich mich verstecken kann.
Morgen
stelle ich mich
auf 's freie, verschneite Feld, wo
ich der einzige dunkle Punkt bin.

Es wird nicht leicht, mit mir allein zu sein.

Das wird mein Lieblingsselbstbild im Monat März.
Ich kreiere mich selbst und bin
einmal im Leben
mehr als 2m groß.

Meinen einbeinigen Freund
fasse ich liebevoll an der Hand.
Er liebt mich wieder!
So wie uns
gibt es viele Paare
in der Abendsonne
in Berlin.



*** Textstelle aus Die Nacktschnecke im Reihenhaus


Mittwoch, 6. März 2013

Keine Einladung zum Teetrinken

 
Ich glaube nicht, dass Alice vom Hutmacher eingeladen worden ist. Es ist jetzt schonn einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich glaube, es war so: sie ist nicht eingeladen worden. Sie hat sich unaufgefordert an den Tisch gesetzt, vielleicht war sie so höflich zu fragen, aber man hat ihr nicht geantwortet. Ganz sicher hat Alice höflich gefragt, sie ist eine Figur aus einer Zeit, in der die Kinder wohlerzogen sind und Erwachsene sich dann und wann für sie interessieren. Den Hutmacher fand ich ziemlich ignorant und ich bewunderte Alice dafür, dass sie sich zu ihm setzte und aus einer leeren Teetasse Luft trank. Kinder tun oft, als ob.


Möglicherweise steht im Buch alles ganz anders. Der Hutmacher hat seinen Hut geschwenkt und Alice zu Tisch gerufen. Alice durfte aus der Kanne Tee in jedes Täschen schenken, in das vom Hutmacher, dann in die Tasse vom Wiesel und zuletzt sich selbst. Möglicherweise habe ich ein oder zwei Gäste vergessen und ebenso ist es möglich, dass sich das Wiesel und der Hutmacher mit Alice über die Herzkönigin ausgetauscht haben.

Ich habe nur in Erinnerung, dass Alice so höflich geblieben ist, das Gespräch der beiden Erwachsenen nicht zu unterbrechen. Aber sicher bin ich mir nicht. Ach mensch, soll ich das Buch holen und noch einmal lesen? Wie man 's mit der Bibel macht.

Da steht, es sind der Märzhase und der Hutmacher, und mein Wiesel ist ein Siebenschläfer. Der schläft aber und kann anfangs gar nicht mitreden. Alice ist ärgerlich, anstatt höflich zu bleiben. Sie hat wirklich keine Einladung und setzt sich auf einen leeren Sessel, der bereits besetzt ist.
Sie spielen Rätslraten und singen bei allgemein schlechter Stimmung.

Wie meine Erinnerung doch alles verdreht!

Ich bewundere Alice! Möchte ich wirklich im Wunderland Tee trinken aus Tassen, die schon benutzt worden sind? Unangemeldet zur Teezeit im Wunderland auftauchen, mir einschenken und mitreden und wieder gehen, wenn ich will.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Frühe Lichtsammler


Kiefer bei der Photosynthese
Kiefern sind schlauer. Sie betreiben Photosynthese auch im Winter und dafür reicht es selbst dann, wenn die Sonne hinter einer dicken Wolkendecke nicht zu sehen ist. Andere Bäume sind aber auch nicht dumm. Die Lärche nadelt zwar, doch nutzt sie wie Birke und Buche die kalte, lichtarme Zeit für eine Ruhezeit.

Könnte ich wählen, ich würde lieber Winterschlaf halten. Anmerkung R. Sumpff.



Sonne spendet Licht

Ruhende Buche im Winterlicht

*Auszug aus Die richtige Beleuchtung von Prof. Dr. Moor, eine Fotografin, die schonmal drei Jahre in London (GB) gelebt hat.